Psychologisches Material

Dankbarkeitstagebuch 

Die wissenschaftlichen Untersuchungen der Forschungsrichtung „Positive Psychologie“ konnten zeigen, dass Dankbarkeit eines der stärksten Indizien für psychische Gesundheit ist. Wer Dankbarkeit im Alltag lebt, ist glücklicher, weniger schlecht gelaunt, weniger gestresst und körperlich gesünder. 
Die einfachste Form, Dankbarkeit in sein Leben zu integrieren, ist das Führen eines Dankbarkeitstagebuches. Bei konsequenter Anwendung sind fünf Minuten  Tagebuchschreiben direkt nach dem Aufwachen und fünf Minuten kurz vor dem Einschlafen ausreichend, um die gefühlte Dankbarkeit zu steigern und positive Effekte wahrzunehmen. Die ersten Veränderungen stellen sich ungefähr nach 21 Tagen ein - also haben Sie etwas Geduld.

Sie finden am Ende des Textes eine Seite eines Dankbarkeitstagebuches, die Sie gerne für jeden Tag ausdrucken können. Der Tagebuchabschnitt für das Aufstehen ist mit einer Sonne gekennzeichnet, der Abschnitt für das Schlafengehen mit einem Mond. Es ist auch möglich, dass Sie in dieser Form ein kleines Heft führen. 

Achtung: Psychische Erkrankungen können durch ein Dankbarkeitstagebuch nicht geheilt werden.
 

Dankbarkeitstagebuch zum Download

Malen, wie man sich fühlt

Wäre es nicht toll, wenn man Gefühle sichtbar machen könnte? Im folgenden Download finden Sie ein sogenanntes "Color how you feel". Das ist ein Arbeitsblatt, mit dessen Hilfe man immer eine Schritt aus dem Alltag heraus machen und über seinen derzeitigen Gefühle reflektieren kann. 

An der Mitte des Blattes befindet sich eine graphische Figur. Diese stellt Sie dar. Darunter sehen Sie von mir eingefügte Beispiele für Gefühle, bitte erweitern Sie diese Liste nach Belieben (z. B. einfach eine Gefühlsliste googeln) und passend zu Ihrer Situation. Das Bewusstwerden der eigenen Gefühle und das Benennen dieser kann einige Zeit in Anspruch nehmen.
Schraffieren Sie jedes Gefühl auf Ihrer Liste mit einer anderen Farbe und überlegen Sie im Anschluss, welche Gefühle bei Ihnen am vorherrschendsten sind. Am besten ordnen Sie die Gefühle nach Auftrittshäufigkeit oder -dauer in Ihrem Leben mit Hilfe einer Nummerierung. Nun beginnen Sie mit dem für Sie prägnantesten Gefühl und malen einen Teil der Figur in der Farbe, die Sie dem Gefühl zugeordnet haben, aus. Der Teil soll so groß sein, wie auch das Gefühl in Ihrem Leben Raum einnimmt. Fortgeschrittene können das Gefühl an jener Körperstelle malen, an welcher Sie es am besten wahrnehmen.

Diese Übung kann man auch für die Gefühle anderer machen. Sie wollen sich zum Beispiel besser in Ihre Kinder hineinversetzen können? Malen Sie ein " Color how you feel" zu den Gefühlen Ihrer Kinder. Welche Gefühle erlebt Ihr Kind Ihrer Meinung nach? Wo müssen Sie vielleicht noch genauer hinsehen oder nachfragen?

Achtung: Treten immer wieder starke, unregierbare Gefühle auf, ist eine psychologischen Beratung notwendig.
 

"Color how you feel" zum Download